Programm

Linzer Friedensgespräche:

Demokratie im Umbruch - Weltfrieden in Gefahr?
Ist Demokratie (noch) ein Instrument der Friedenssicherung?

Wissensturm Linz, Kärntnerstraße 26, 15. Stock

14:00 – 14:30 Eintreffen und Registrierung
14.30 – 15.45 Eröffnungsvortrag (Lothar Brock)
Stellen Sie sich vor, es gäbe ein gefährliches Wettrüsten. Die Angst vor einem Atomkrieg geht um. Die Nerven liegen blank. Und dann ist plötzlich alles vorbei. Die Regierungen verständigen sich. Es wird abgerüstet – und das Schönste: überall bekennt man sich zur Demokratie. 
So war es als die Mauer fiel. Weltweiter Friede schien möglich. 
Heute wächst wieder die Angst. Haben die Demokratien versagt? Erweist sich der „demokratische Friede“ als ein Traum, der zum Albtraum wurde? Oder können wir weiterhin auf ihn bauen?
16.00 – 17.15 Workshop 1 (Erwin Leitner, Mehr Demokratie)
Direkte Demokratie: Chancen und Risiken für Frieden und Konfliktlösung
Selbstbestimmte Entscheidungen durch die Betroffenen tragen das Potential in sich, eine besonders hohe Identifikation mit der getroffenen Entscheidung zu erreichen. Volksabstimmungen können daher wichtig und hilfreich für nachhaltige Konfliktlösungen sein. Doch es gibt Fallstricke bei Volksabstimmungen. Was sind gelungene, was misslungene Beispiele für Volksabstimmungen über die Gestaltung internationaler Verhältnisse? Welche Kriterien gilt es zu beachten, damit sich das emanzipatorische Potential einer Volksabstimmung entfalten kann?
16.00 – 17.15 Workshop 2 (Wolfgang Fehrerberger, SOS Menschenrechte)
Demokratie. Menschenrechte ermöglichen
Es geht um das Spannungsfeld zwischen Mehrheitsentscheiden und Minderheitenrechten und um den Unterschied zwischen individuellen Rechten und Menschenrechten. Wieso ist Demokratie so wichtig und muss dennoch täglich aufs Neue erarbeitet werden?
17:30 – 18.45 Workshop 3 (Bettina Gruber)
Die Bedeutung der Friedenspädagogik für Frieden und Demokratie
Vielfach wird heute nach demokratiebewussten und politisch engagierten BürgerInnen gerufen. Ernstgenommene Teilhabe in der Auseinandersetzung mit globalen und lokalen Herausforderungen ist in Politik, Gesellschaft noch in Bildungseinrichtungen kaum vorgesehen. ‚Frieden schaffen‘ ist eine politische Aufgabe; wenn sie nachhaltig sein sollte, kann sie nur mit einem „Friedenlernen“ einhergehen.
Der vorliegende Workshop befasst sich mit den Aufgaben und Schwierigkeiten einer zeitgemäßen Friedensbildung; gemeinsam mit den TeilnehmerInnen sollen Herausforderungen und Perspektiven eines Lernens für die Welt-(Gesellschaft) diskutiert werden.
17:30 – 18.45 Workshop 4 (Martina Handler)
Partizipation und Demokratie
In Österreich wie auch in vielen anderen Ländern Europas tritt eine zunehmende Kluft zwischen BürgerInnen und Politik zutage. Sie findet Ausdruck in sinkender Wahlbeteiligung, einer steigenden Unzufriedenheit mit PolitikerInnen und politischen Parteien. Gleichzeitig gibt es eine wachsende Bereitschaft zur aktiven Beteiligung an der Gestaltung des Lebensumfelds. Wie kann Beteiligung zur Stärkung der Demokratie beitragen? Wie muss Beteiligung gestaltet sein, um demokratiefördernd zu wirken?
18:45 - 19:30 Pause
19.30 – 21.30 Impulsvorträge (Brock, Gruber, Handler, Steinweg)  und Podiumsdiskussion
Moderation: Klaus Buttinger (OÖN)